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22. März 2025

Wer in jedem Menschen unweigerlich das Vergängliche sieht, dem enthüllt sich in jener Bewusstheit das Tragische seines Wesens.
Jenen unter uns, den Feinfühligen, wird diese Einsicht eine tiefe Melancholie auslösen, – doch man kann sagen: Melancholie tritt mit der Akzeptanz beinahe zeitgleich auf, zweifellos als die Ruhe nach dem Sturm, als Folge eines tiefen, überlebten Sturzes, der uns dazu herausfordert, die Natur der Wirklichkeit als das anzunehmen, was sie ist: als etwas Flüchtiges, Traumähnliches, ein Nebel und ein Rätsel, als eine wundersame, höllische, leere, farbenfrohe Erscheinung.
Diese Akzeptanz löst von allzumenschlichen Eigenschaften.

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